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Automobile Spitznamen
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Automobile Spitznamen[1][2][3] sind inoffizielle Bezeichnungen, Spott- oder Kosenamen für bestimmte Automodelle. Solche Spitznamen gibt es seit Beginn der automobilen Entwicklung. Schmeichelhaft, liebevoll, spöttisch oder abwertend entstehen sie oft für Fahrzeuge, die aufgrund ausgeprägter Eigenschaften das besondere Interesse des Publikums wecken. Einige der erfolgreichsten Modelle der Automobilgeschichte sind unter ihrem Spitznamen bekannter als unter der offiziellen Bezeichnung.

Der erste Volkswagen hieß zu Produktionsbeginn offiziell nicht „Käfer“, aber Ende der 1960er-Jahre wurde das meistgebaute Automobil aller Zeiten im deutschsprachigen Raum unter diesem Namen vertrieben. Auch Volkswagen selbst verwendete ihn schließlich selbst in der Werbung (Der Käfer … er läuft … und läuft … und läuft …). In den USA wird der Käfer „Beetle“, in Mexiko „Vocho“ und in Brasilien „Fusca“ genannt.

„Tin Lizzie“ („Blechliesel“) von Ford bezeichnet das Ford-T-Modell, das erste Volksauto und eines der meistgebauten Automobile.

Auch zahlreiche andere Autotypen haben im Volksmund Spitznamen erhalten, die über einfache Abkürzungen, wie z. B. Diplo für den Opel Diplomat oder Commo für den Opel Commodore hinausgingen.

Neben den hier genannten Spitznamen für bestimmte Autotypen bzw. Automodelle gibt es sie auch für spezifische einzelne Fahrzeuge (wie z. B. „Herbie“ und „Dudu“ für den VW Käfer aus den bekannten Filmen), Fantasiefahrzeuge (wie z. B. das „Batmobil“), Spezialfahrzeuge wie das „Papamobil“, Rennwagen wie das „Pink Pig“ (ein Porsche 917/20, auch „Die Sau“ genannt wegen seiner Lackierung) oder das „Turbinchen“ (ein Porsche 996 Turbo in der Rennversion von Jürgen Alzen Motorsport).
Mercedes-Benz W 125 „Silberpfeil“

„Silberpfeil“ ist der inoffizielle Name der deutschen Grand-Prix-Rennwagen von Mercedes-Benz und Auto Union von 1934 bis 1939. Auch der 1954/55 von Mercedes-Benz in der Formel 1 eingesetzte W 196 und der 1952 und 1955 werkseitig eingesetzte Sportwagen 300 SL(R) wurden so genannt. Später wurden – bis in die heutige Zeit – einige Rennwagen ebenfalls so bezeichnet.

Auch Bezeichnungen für eine bestimmte Gruppe von Automobilen sind verbreitet, z. B. „Bauernporsche“ für Sportversionen von Alltagsautos oder „motorisierte Einkaufskörbe“ für kleine Shoppingflitzer. Im süddeutschen Raum ist der Begriff „Rennsemmel“ für kleine sportliche Autos geläufig.

Zudem geben manche Autobesitzer ihrem Wagen einen individuellen (Spitz)namen.
Herkunft bzw. Ursprung
Meist ist ein äußeres Merkmal der Ursprung für den Spitznamen eines Autotyps. Der „Adenauer-Mercedes“, der „Strich-Achter“, „Die Göttin“ für den Citroen DS oder der „Gangster-Citroën“ sind einige der Ausnahmen, die ihren Nickname auf andere Weise erlangten.

Recht häufig wurden in Deutschland Fahrzeuge der Marken Mercedes, VW und Fiat mit Spitznamen versehen. Fast jede Modellgeneration des Ford Taunus (1939 bis 1976) erhielt einen andern Namen im Volksmund, zumeist weil das amerikanisierte Design den deutschen Geschmack verfehlte und als überladen, kitschig oder hässlich galt. In der DDR gab es nur sehr wenige Automodelle; der Trabant erhielt viele Spitznamen.

Spitznamen für Automodelle sind seltener geworden. Zumeist erhalten heute solche Autos Spitznamen, deren Design allgemein als misslungen angesehen wird. [4]

„Göttin“ Citroën DS 1955–1975
Der Citroën DS: die beiden Buchstaben „DS“ werden auf französisch „Déesse“ ausgesprochen, was auf Deutsch „Göttin“ heißt. Citroën setzte die Tradition doppeldeutiger Buchstabenkombinationen in den folgenden Jahren fort. So gab es „ID“ gesprochen l´idee („die Idee“), „LN“ für „Helene“ oder „LNA“ für „Helena“

„Schneewittchensarg“ Volvo P1800 1971–1973
Die Shooting Brake - Kombiversion erhielt ein langes, großzügig verglastes Heck, das ein wenig an den gläsernen Sarg von Schneewittchen erinnert. Das konventionell gestaltete Coupé blieb ohne Spitznamen.

„Adenauer“ Mercedes-Benz 300 1951–1962
Bundeskanzler Konrad Adenauer wählte den großen, vornehmen Mercedes-Benz 300 als seinen ersten Dienstwagen. Ausschlaggebend soll der Legende nach gewesen sein, dass er in dem hoch gebauten Fahrzeug seinen steifen Hut aufbehalten konnte, was in dem Modell von BMW, das auch zur Wahl stand, nicht möglich gewesen sei. So wurde Adenauer zum berühmtesten Werbeträger und zugleich Namensgeber des Fahrzeuges.


„Gullwing“ („Möwenflügel“) Mercedes-Benz 300 SL 1954–1957
Die Flügeltüren erinnern im geöffneten Zustand an die Flügel einer Seemöwe, weshalb der Wagen in den USA „Gullwing“ genannt wurde. Der Roadster blieb ob der fehlenden Flügeltüren ohne Spitznamen.

„Ponton“ Mercedes-Benz W 105/W 128/W 180 1954–1960
Der erste Mercedes-Benz mit selbsttragender Stahlkarosserie wurde, wie Mercedes-Benz in der Werbung hervorhob, in „Pontonbauweise“ gebaut, was gleichzeitig den Spitznamen begründete.

„Heckflosse“ Mercedes-Benz W 111 1959–1968
Mercedes-Benz nannte die hochgezogene, eckige Form der hinteren Kotflügel vornehm „Peilstege“, die angeblich dazu gedacht waren, das Rückwärtseinparken zu erleichtern. Das Publikum erkannte jedoch gleich, dass dies vielmehr eine dezente Art war, der amerikanischen Heckflossenmode zu folgen.

„Pagode“ Mercedes-Benz W 113 1963–1971
Die ungewöhnliche, nach innen gewölbte Dachform sollte den Einstieg in den niedrigen Sportwagen erleichtern. Sie erinnert an ein Pagodendach. Heute ist dieses Konstruktionsprinzip in ähnlicher Weise beim Peugeot RCZ wiederzufinden.

„Strich Achter“ Mercedes-Benz W 114/W 115 1967–1976
Die Mercedes-Baureihe 200 D bis 280 E der 1970er-Jahre hatte – anders als etwa die S-Klasse oder die heute vergleichbare E-Klasse – keinen alle verbindenden Namen. Man behalf sich in Fachkreisen deshalb mit der internen Werksbezeichnung /8, die mehr und mehr zu dem halboffiziellen Namen dieser Baureihe wurde.

„Barockengel“ BMW 501/502 1952–1964
BMW 502 V8 3,2 L vr.jpg
Voluminöse, barocke Formen und ausladende Kotflügel prägten das Bild dieses bei seiner Einführung schon etwas altmodischen Autos.

„Laubfrosch“ Opel 4 PS 1924–1931
Im Gegensatz zu den damals üblichen Automobilen war er klein und grün statt groß und schwarz und wurde deshalb vom Volksmund „Laubfrosch“ genannt. Er ist ein Plagiat des Citroën 5 CV, der ausschließlich in der Farbe gelb produziert wurde. Daher stammt das Sprichwort „Dasselbe in Grün“.

„Kommissbrot“ Hanomag 2/10 PS 1925–1928
Dieses revolutionäre, aber auch vielfach belächelte Auto erhielt wegen seiner „Brotform“ den Spitznamen „Kommissbrot“. Die Redewendung Ein bisschen Blech, ein bisschen Lack, fertig ist der Hanomag! ist ebenfalls ihm zu verdanken.

„Rennpappe“, „Trabi“, „Sachsenporsche“,„Fluchtkoffer“, „Mercedes Krenz“, „Überdachte Zündkerze“, „Regenschirm mit Rädern“ u.a. Trabant 1957–1991
Die Beplankung der ansonsten selbsttragenden Karosserie besteht größtenteils aus baumwollverstärktem Phenoplast, im Volksmund abschätzig als „Pappe“ bezeichnet.

„Leukoplastbomber“ Lloyd 1949–1961
Die Sperrholzkarosserie der ersten Modelle dieses Kleinwagens war mit einem Kunstleder überzogen, das bis zu einem gewissen Grad dem Heftpflaster ähnelte. Spätere Ausführungen hatten zwar eine Ganzstahlkarosserie, aber der Spitzname blieb trotzdem. Das Grundwort „Bomber“ könnte eine Anspielung auf das Heulen des kleinen luftgekühlten Motors gewesen sein.

„Käfer“; „Beetle“ „Vosco“ „Fusca“ „Buckel- oder Kugelporsche" VW Käfer 1938–2003
Die Silouhette erinnert an ein krabbelndes Insekt. Wer ihm aber zuerst den Namen „Käfer“ verliehen hat, ist nicht überliefert. Wegen seines Konstrukteurs Ferdinand Porsche wird er gelegentlich auch „Buckelporsche“ genannt.

„Ente“ Citroën 2CV 1949–1990
Der Name geht auf das Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen zurück. Früher hatte Citroën als Firmenlogo einen Schwan, „Le Moteur Flottant“. Ein Journalist schrieb auf dem Pariser Autosalon 1948 über den 2CV: „Er ist wie ein häßliches Entlein zwischen diesen Schwänen.“ Der Name „Ente“ ist geblieben.

„Bambino“ Fiat 126 1972–2000
Er war so klein und niedlich, dass er kindliche Gefühle weckte und italienisch liebevoll „Bambino“ für „kleines Kind“ genannt wurde. Viele Kunden glaubten schließlich, der italienische Kleinwagen hieße wirklich so. Er erhielt sogar einen zweiten Spitznamen: „Elefanten-Rollschuh“.

„Käseglocke“, „Mensch in Aspik“, „Schneewittchensarg", „rollende Zigarre“ Messerschmitt Kabinenroller 1953–196
Er verfügte statt eines Stahldaches über eine komplett transparente, langgestreckte Plexiglaskuppel unter der die Menschen wie unter einer Käseglocke saßen. Wie später beim Volvo P1800 wurde man unter anderem auch an Schneewittchen erinnert.

„Knutschkugel“ BMW Isetta 1955–1962
Jungen unverheirateten Paaren bot dieser günstige Kleinwagen in den prüden 1950er Jahren eine willkommene Möglichkeit sich näher zu kommen.

„Cremeschnittchen“ Renault 4CV 1946–1961
Bei Produktion der ersten Serie verwendete Renault Restposten von beiger Wüstentarnfarbe des deutschen Afrikakorps. Im französischen Volksmund wurde der Wagen deshalb „Motte de Beurre“ („Butterklumpen“) genannt. Der liebevollere Spitzname „Cremeschnittchen“ stammt aus dem Saarland, wo der Wagen wegen der damaligen Zollunion mit Frankreich sehr verbreitet war.

„rasender Kofferraum“ Opel Rekord P2 Coupé 1960–1963
Das überlange Heck des Coupés, das auf der Limousine basierte, deren Radstand man aus Kostengründen nicht verkürzt hatte, ließ den Wagen mit dem langen Heck optisch etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen.

„Tin Lizzie“ („Blechliesel“) Ford T Modell 1908–1927
Das Ford Erfolgsmodell war eine kreuzbrave „Liesel“ für den kleinen Geldbeutel, die aufgrund des filigranen Äußeren, das ausschließlich in Schwarz erhältlich war, etwas blechern aussah.

„Topolino“ Fiat 500 A 1936–1955
Der erste Fiat 500 wurde in Italien liebevoll „Topolino“ („Mäuschen“)genannt, was damals der italienische Name der Comicfigur „Mickey Mouse“ war.

„Schwarzer Sarg“ Opel Kadett Rallye 1967–1973
Die mattschwarze Lackierung der Motorhaube sollte Reflexionen verhindern, vor allem aber die sportlich interessierte Klientel ansprechen. Sie war für den Spitznamen verantwortlich.

„Glaserati“ Glas V8 1965–1966
Seine von Pietro Frua gezeichnete schnittige Form, die an zeitgenössische Maserati, insbesondere den Maserati Quattroporte, erinnerte, brachte ihm schnell den bewundernden Spitznamen „Glaserati“ ein, was aber den Untergang der Firma Glas nicht mehr verhindern konnte.

„Bauern-Buick“ Opel Rekord 1957–1960)
Eine an das amerikanische Design der Konzernmutter General Motors angelehnte Karossierie des Opel, der im Gegensatz dazu im Ruf einer braven Familienkutsche stand, ließ die Menschen an einen amerikanischen Straßenkreuzer mit bescheidenerem Kern denken.

„Buckeltaunus“ Ford 1939er Taunus 1939–1952
Seine Karosserie mit Fließheck, die ihn eindeutig von allen anderen Taunus-Modellen, die bis in die 1970er-Jahre gebaut wurden, unterscheidet, brachte ihm den bis heute gebräuchlichen Spitznamen „Buckeltaunus“ ein.

„Weltkugel“ Ford 1952er Taunus 1952–1955
Nur dieses Modell von Ford hatte in der Mitte der Kühlermaske eine kleine Weltkugel als Stilelement.

„Barocktaunus“ Ford 1957er Taunus 1957–1960
Der Ford P2 wurde wegen seiner amerikanischen Form im Stile der 1950er Jahre, die für den europäischen Geschmack überladen schien, „Barocktaunus“ genannt.

„Streifentaunus“ Ford 1959er Taunus 1959–1962
Nach der Modellpflege deutlich umgestaltet, war der Taunus 12M etwas niedriger und ohne seine typische Weltkugel. Stattdessen bekam er breite weiße Seitenstreifen, die ihm den Spitznamen „Streifentaunus“ einbrachten.

„Badewanne“ Ford 1960er Taunus 1960–1964
Die neumodische rundliche Form und die schlichte Gestaltung ohne den üblichen Chromschmuck ließ viele Menschen an eine Badewanne denken, da damals ausgesprochen moderne „Sanitärfarben“ verwendet wurden.

„Große Wanne“ Ford 1964er Taunus 1964–1967
Weil er der Formensprache des Vorgängers folgte, der den Spitznamen „Badewanne“ trug, nannte der Volksmund den in Länge und Breite gewachsenen Nachfolger konsequent „Große Wanne“.

„Knudsen Taunus“ Ford 1970er Taunus 1970–1976
Der „Knudsen-Taunus“ bekam seinen Spitznamen nach Semon E. „Bunkie“ Knudsen, 1968–1969 Ford-Vorstandsvorsitzender, der dem Wagen die charakteristische Frontpartie und die Motorhaube mit der sogenannten „Knudsen-Nase“ gab.

„Fischmaul“ Ford 1994er Scorpio 1994–1998
Trotz diverser Modernisierungsmaßnahmen blieb der Verkaufserfolg gegenüber dem Vorgänger deutlich zurück, was vor allem an der äußerst gewöhnungsbedürftigen Formgebung lag, die abfällig als „Fischmaul“ bezeichnet wurde.

„Osso di sepia“ (Rückenschale des Tintenfisches) Alfa Romeo Spider 1966–1969
Bei der ersten Serie des Alfa Romeo Spider erinnerte das Heck die Italiener an die Rückenschale eines Tintenfisches, besonders wenn das Fahrzeug weiß oder silberfarben lackiert war.

„Fridolin“ VW Typ 147 1964–1974
Der VW Typ 147 wurde als Spezialfahrzeug bei Westfalia für die Deutsche Bundespost auf dem Chassis des Karmann Ghia gebaut. Intern lief das Projekt zunächst unter dem Namen „Fridolin“, bis das Bundespostministerium auf „Sonderfahrzeug Post auf VW-Fahrgestell“ bestand. Doch der Name „Fridolin“ gelangte in die Öffentlichkeit und war fortan die allgemein gebräuchliche, wenn auch nicht offizielle Bezeichnung für den kleinen Posttransporter, der zur Briefkastenentleerung, für Eilzustellungen sowie im Fernsprech- und Landpostdienst eingesetzt wurde. 6129 „Fridolins“ wurden von 1964 bis 1974 hergestellt.

„Volksporsche" , „VoPo“ Porsche 914 (VW-Porsche) 1969–1976
Das Fahrzeug wurde als Kooperation von Volkswagen und Porsche entwickelt und gebaut. Das „Brot-und-Butter-Image“ von VW haftete ihm sehr zum Leidwesen des Porsche-Vertriebs an und es wurde daraus die wenig schmeichelhafte Bezeichnung „Volksporsche“ und dann die Abkürzung „VoPo“ abgeleitet. Nur die Version mit dem 6-Zylinder-Motor von Porsche fand Anerkennung.

„Bulli“ VW Bus 1950–heute
Obwohl der Spitzname so weit verbreitet ist, dass gemeinhin angenommen wird, das Fahrzeug hieße wirklich so, ist nicht bekannt, welchen Ursprung der Spitzname „Bulli“ tatsächlich hat. Bis 2007 durfte aber VW den Namen nicht führen, da Kässbohrer eine Pistenraupe mit dem geschützten Namen 'Bully' produzierte.

„Rollendes Aquarium“, „Football auf Rädern“, „Großer Frosch“, „Fish Bowl“ (USA) AMC Pacer 1975–1980
Die rundliche Form mit den großen Glasflächen (37 % der Fahrzeugoberfläche) provozierte sowohl auf dem Heimatmarkt in den USA als auch in Deutschland den Vergleich mit einem Aquarium. Wegen seines eigenwilligen Aussehens wurde er auch als „Football auf Rädern“ sowie als „großer Frosch“ bezeichnet.

„Katzenbuckel“ „Buckelvolvo" Volvo PV444/544 1947–1958
Die eigentümliche Form des „Rückens“ brachte dem Volvo seinen Namen ein.

„Hundeknochen“ Ford 1968er Escort 1968–1974
Die charakteristische Form des Kühlergrills, der sich in der Mitte zwischen den Lampeneinfassungen verjüngt, erinnert viele Betrachter an einen Hundeknochen.

„Nasenbär“ VW 411 1968–1974
Der lange Vorderwagen inspirierte zum Spitznamen „Nasenbär“. Andere bezeichneten ihn wegen des veralteten Konzepts als „Nordhoffs Vermächtnis“ bzw. „Abschiedsgeschenk“ (nach Heinrich Nordhoff, bis 1968 VW-Vorstandsvorsitzender) oder deuteten die Zahl 411 um in „4 Türen, 11 Jahre zu spät“.

„Erdbeerkörbchen“ VW Golf Cabrio 1979–1993
Der massive Überrollbügel in Verbindung mit der kantigen Form ließ den Wagen wie einen Korb mit Henkel aussehen.

„Baby-Benz“ Mercedes-Benz 190/190E 1982–1993
Der erste Mercedes-Benz (vor dem Erscheinen der Mercedes-Benz-A-Klasse) unterhalb der mittleren Baureihe W123 wurde zuerst in den USA und dann auch in Deutschland „Baby-Benz“ genannt.

„Turnschuh“ BMW Z3 Coupé 1998–2002
Die Roadster der Z3-Modellreihe wurden im August 1998 um ein „Shooting-Brake“-Modell erweitert. Das daraus resultierende Design des geschlossenen Coupés war umstritten und wurde landläufig als „Turnschuh“ bezeichnet. Auch der BMW 1er wird mittlerweile so genannt.

„Magnum-Ferrari“ Ferrari 308 GTS 1975–1985
In der US-amerikanischen Fernsehserie „Magnum“ fuhr Tom Selleck einen solchen Ferrari 308 GTS. Bis heute ist der 308er GTS (später dann ein QV) mit diesem Spitznamen fest verbunden.

„Kübel“, „The Thing" VW Typ 181 1969–1980
Der VW 181 war ein Militärfahrzeug im Stil des Kübelwagens, der offiziell als „Kurierwagen“ bezeichnet wurde. Im Sprachgebrauch der Bundeswehr nannte man ihn schnell nur noch kurz den „Kübel“.

„Elfer“, „Neunelfer" Porsche 911 (alle) 1963–heute
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Der Porsche 911 wird bis heute - unabhängig von seiner tatsächlichen Typbezeichnung, wie z. B. 993 oder Carrera 4 - schlicht als „der Elfer“ bezeichnet.

„Baby-Corvette“ Opel GT 1968–1973
Der Opel GT (Slogan: Nur fliegen ist schöner) übernahm das sogenannte „Coke-Bottle-Design“ der Chevrolet Corvette – aber eben etwas

„Kiste“ Fiat Panda 1980–2003
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Der Panda von Fiat war ein minimalistisch konstruiertes Auto, das wegen seiner kantigen Form sogar in der Werbung als „die tolle Kiste“ bezeichnet wurde.

„Rucksack-Golf“ VW Jetta, Vento, Bora 1979–heute
Die VW-Typen Jetta, Vento und Bora basierten auf den jeweiligen VW Golf-Modellen ihrer Zeit und unterscheiden sich äußerlich durch das Stufenheck, das wie nachträglich angefügt, wie ein „Rucksack“ empfunden wurde. Die Fachpresse ist sich einig, dass dieses „Dilemma“ mit den Jetta-Modellen von 2010 ausgemerzt sei. (Vergl.: VW Derby, VW Santana)

„Gangster Citroën“, „l’attraction“ (franz. für: die Attraktion) Citroën Traction Avant 1934–1957
„Traction Avant“ („Vorderradantrieb“) war 1934 so revolutionär, dass dafür bis heute der Begriff „l’attraction“ (franz. „die Attraktion“) statt gleichklingend „la traction“ (franz. „der Antrieb“) verwendet wird. Er wurde aufgrund seiner hervorragenden Straßenlage als „Gangster-Citroën“ bekannt, denn damit eignete er sich der Legende nach zum idealen Fluchtfahrzeug. Die einschlägigen Filmszenen aus den 1930er Jahren, in denen bewaffnete Gangster aus den geöffneten Selbstmördertüren schossen, haben ihren Teil dazu beigetragen.

„Feuervogel“, „Brathähnchen“ Victoria Spatz 1956–1958
Der Kleinstwagen aus Kunststoff stand im Ruf großer Feuergefährlichkeit, nachdem einige Fahrzeuge in Flammen aufgegangen waren. Die gelegentlich gebrauchten Spitznamen des Wägelchens, von dem nur knapp 1600 Stück gebaut wurden, deuten darauf hin.

„Cellokasten“ Fuldamobil 1956–1958
MHV Fuldamobil 02.jpg
Das ungewöhnliche bauchige Aussehen brachte ihm schnell den Spitznamen „rollender Cellokasten“ ein.

„Fiat Ugly“ Fiat Multipla 1999–heute
Das Magazin Der Spiegel kürte den Multipla im Februar 2009 zu einem der zehn hässlichsten Autos aller Zeiten.[7]

„Hausfrauenporsche“ VW Karmann Ghia 1955–1974
Diesen Beinamen erhielt der VW Karmann Ghia, weil er ein besonders bei der Damenwelt beliebter Sportwagen war.

„Eisenschwein“ Saporoschez 965 1960–196
Zaz-965.JPG
Er galt als unverwüstlich.

„Hängebauchschwein“ BMW 1er 2004–heute
Seiner gewölbten Falte im Blech hat der 1er-BMW seinen wenig schmeichelhaften Spitznamen zu verdanken.

„Haifischmaul“ Opel Olympia Rekord 1953–1954
Opel Olympia 01.jpg
„Der Haifisch, der hat Zähne …“: Die maulartige Kühlermaske erinnert viele Betrachter hieran.

„Facharbeiter-Porsche“ Ford Capri 1968–1986
Ford Capri 1500 L.jpg
Als Sportwagen für den Durchschnittsverdiener war er konzipiert und so wurde er auch vom Volksmund genannt.

„Vogelkäfig“ (Birdcage) Maserati Tipo 61 1960–1961
Der Maserati Tipo 61, der unter anderem 1960 und 1961 das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring gewann, war allgemein als „Vogelkäfig“ oder „Birdcage“ bekannt. Denn sein teilweise sichtbarer Gitterrohrrahmen erinnerte an die Stäbe eines Käfigs.[9

„Froschauge“ (Frogeye) Austin-Healey Sprite Mk I 1958–1961
Austin Healey Sprite Mk I (Froschauge) 2007-06-16.jpg
Die Anordnung der Scheinwerfer auf der Motorhaube erinnerte an Froschaugen und führte zu dem weithin gebräuchlichen Namen für den Austin-Healey Sprite Mark I.

„Puppchen“ Wanderer
W1–W3 1912-1926
Das Lied „Puppchen, du bist mein Augenstern“ aus der Operette „Die keusche Susanne“ von 1910 war sehr populär. Und da der Wanderer so klein und niedlich war, wurde er vom Volksmund bald nur noch „Puppchen“ genannt.

„Dame“ Porsche 356
mit 60-PS-Motor 1958–1963
Der Porsche 356 mit der schwächsten Motorisierung (60 PS) war auch unter der charmanten Bezeichnung „Dame“ bekannt.

„Witwenmacher“ („The Widow-Maker“) Bugatti Typ 54 1931–1932
Das Fahrzeug war äußerst anspruchsvoll zu fahren und nicht ungefährlich. Neben Graf Czaykowski in Monza 1933 fand auch Prinz Jiri Lobkowicz von Tschechien den Tod in einem Type 54, sodass das Auto in England fortan „The Widow-Maker“ (Witwenmacher) genannt wurde. Der Begriff findet aber auch anderweitig Verwendung.

„Pony“ (auch: Pony-Car) Ford Mustang 1964–heute
Der Ford Mustang ist der Ursprung der sog. "Pony-Cars", der für amerikanische Verhältnisse eher kleinen, aber dennoch potenten Autos, die einen Gegenpol zu den sog. Muscle Cars bildeten.

„Dreikantschaber“ Porsche 2000 GS-GT 1963
Neben der Karosserie des Typs 356 mit fließend abfallendem Heck baute Porsche eine Rennsportversion mit verkürztem Dach, deren Silhouette zunächst intern den Begriff „Dreikantschaber“ auslöste, unter dem der Wagen bald allgemein bekannt wurde

„Brezelkäfer“ VW Typ 1 bis 1953
Das geteilte Heckfenster der ersten VW Typ 1 bzw. Käfer (bis 1953) erinnerte an eine Brezel und führte zu der Bezeichnung „Brezelkäfer“, im Gegensatz zu den anschließenden „Ovalis“.

„Ovali“ VW Käfer 1953–1956
Wer im Internet einen VW Käfer der Baujahre 1953 bis 1956 sucht, gibt am besten „Ovali“ ein, so genannt nach dem ovalen Heckfenster ohne den Mittelsteg des ursprünglichen „Brezelfensters“ des ersten VW Typ 1.

„Kantenhauber“ Alfa Romeo GT 1963-1970
Als sportlicher Bruder der Alfa Romoeo Giulia hatte der GT bis 1970 eine eigentümliche Kante vor der Motorhaube, die ihm seinen Namen verlieh. In der Überarbeitung von 1970 verschwand dieses Designmerkmal.

„Flachkühler“ Mercedes W111 Coupé und Cabrio 1969-1971
Nach einem Facelift von 1969 bekamen die großen Mercedes Coupés und Cabrios einen neu gestalteten, flacheren und breiteren Kühlergrill. Deshalb werden die danach gebauten Modelle „Flachkühler“, die davor produzierten „Hochkühler“ genannt.

„Traurige Lösung“ VW 1600 TL 1968-1986
Die glücklose VW TL Limousine mit Fließheck kam vor allem optisch nicht gut an. „TL“ stand ursprünglich „Touren-Limousine“, im Volksmund wurde es zuweilen als „Traurige Lösung“ oder „Traurige Linie“ verballhornt. Alle Modelle des VW Typ 3 (Stufenheck, Fließheck und Variant) wurden nach dem Facelift von 1969 wegen der neu gestalteten Motorhaube zudem auch „Langschnauzer“ genannt

„Kiemen Coupé“ Opel Kadett B Coupé 1965-1967
Zeitweise waren in der Coupé Version des Opel Kadett B in einer dreieckigen, nach oben spitz zulaufenden C Säule drei Sicken eingepresst, die Lüftungsschlitzen ähnelten und an Kiemen erinnerten.

„Steyr-Baby“ Steyr 50 1936-1940
1936Steyr50Baby.jpg
Er galt als österreichischer „Volkswagen" und wurde liebevoll „Steyr-Baby“ genannt.





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Beitrag vom 09.10.2011 - 09:40
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